Ritterspiele XantenAls links des Rheins alles in römischer Hand lag, stieg Xanten zur ersten Megacity auf deutschem Boden auf. Über 120.000 Menschen sollen dereinst in der antiken Metropole gewohnt haben. Deshalb meint der Archäologische Park Xanten die wichtigste Sehenswürdigkeiten der Region. Das Römer-Museum wurde auf den Grundmauern einer vormaligen Badeanstalt errichtet und zeigt Exponate aus dem Leben der mediterranen Eroberer. Sogar die Knochen eines nur 17 Zentimeter großen Hundes wurden gefunden. Die Römer waren wohl reich genug sich aus purem Vergnügen Schoßhündchen zu halten – für die Bewachung des Hauses war der niedliche Winzling wohl kaum geeignet. Aller Warenverkehr floss sprichwörtlich über den Rhein. Deshalb werden Radreisende die Silhouette des Hafentempels schon aus weiter Ferne erkennen. Obwohl nur ein Nachbau, fasziniert das Bauwerk noch dieser Tage. Doch auch in den Jahrhunderten nach dem Zusammenbruch des römischen Imperiums waren die Xantener nicht untätig. Sie errichteten den klobigen, von atemberaubend hübschen Kirchenfenstern verzierten Dom St. Viktor und damit das imposante Wahrzeichen der Altstadt.